16.09.2011

In Hannover surft es sich mobil am besten

Im Nachgang zum großen „Netztest 2011“ hat das Magazin „Chip Online“ die Daten des Gesamttest aufgeschlüsselt und ein Ranking der Mobilfunknetze in neun deutschen Großstädten veröffentlicht.

Überraschender Sieger bei diesem Städtevergleich ist Hannover, dicht gefolgt von Leipzig. Schlusslichter sind München auf Platz acht und Hamburg auf Platz neun.

Neues Smartphone-Testsystem

Für den „Chip Online“ Netztest wurden mit einem neuen speziellen Smartphone-Testverfahren in neun deutschen Städten die Mobilfunknetze der vier deutschen Netzbetreiber Telekom, Vodafone, Telefonica O2 und E-Plus geprüft. Der Tester war dabei zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Innenstädten unterwegs, dort, wo sich die meisten Smartphone-Nutzer aufhalten.

Mit der Note 2,0 und 82,4 von 100 Punkten landete Hannover auf Platz eins im Städtevergleich. Die Mobilfunknetze in Hannover waren am zuverlässigsten, so waren 100 Prozent aller Up- und Download-Test erfolgreich. Auch beim Aufbau von Webseiten schnitt die niedersächsische Landeshauptstadt mit 14,3 Sekunden am besten ab. Nur knapp hinter Hannover auf dem zweiten Platz liegt Leipzig ebenfalls mit der Note 2,0 und 81,2 von 100 Punkten. Trotz hervorragender Ergebnisse beim Senden und Empfangen von Dateien sowie dem Aufruf von Webseiten, die sogar besser als die der Hannoveraner waren, kostete das schwache Netz von Telefónica O2 Leipzig den ersten Platz.

Hamburg ist Schlusslicht

Im Mittelfeld des Städterankings liegen Dortmund, Düsseldorf, Berlin, Frankfurt am Main und Stuttgart mit Noten zwischen 2,2 und 2,5. München erhält mit 73,3 Punkten immerhin noch eine 2,6, während das Schlusslicht Hamburg mit 68,7 Punkten eine 2,9 bekommt.

Ursache für die eher schlechte Bewertung Hamburgs sind die Netze von E-Plus und O2, die Schwächen beim Empfangen von Dateien zeigten, sowie das Vodafone-Netz mit Problemen beim Senden von Daten. Außer bei der Telekom gab es zudem bei allen Netzen Probleme beim Surfen im Internet. Der Aufruf einer Webseite dauerte in Hamburg mit 22,8 Sekunden am längsten.

Nur eine Monentaufnahme

Anders als beim „Chip Online“-Gesamttest, der sich über vier Wochen erstreckte, wurden die Messungen in den Städten jeweils nur an einem Tag vorgenommen. „Chip Online“ räumt daher auch ein, dass die Messergebnisse statistisch eher auf wackligen Füßen stehen. Eine kurzfristige Störung bei einem Mobilfunkbetreiber fällt daher stärker ins Gewicht als bei einem länger angelegten Test.

„Chi Online“ betont, dass es sich daher nur um eine Momentaufnahme der Mobilfunk-Situation in den jeweiligen Städten handelt. Bei einer Wiederholung der Messungen könnten die Ergebnisse also auch ganz anders ausfallen.

Autor: MB