01.09.2011

IFA 2011: Flotte Smartphones, intelligente Geschirrspüler

Die IFA 2011 ist so groß wie nie: Aussteller können derzeit nur noch in Zelten und temporären Bauten untergebracht werden, so teilte die Messe Berlin mit.

Auf der Messe wird neue IT-Technik präsentiert, vom Tablet-PC mit dem man Fernsehen anschauen und aufzeichnen kann bis hin zur intelligenten Küche, bei der die Geräte dank eingebauter Programme von selbst Strom und Wasser sparen.

Die Haupttrends: Der Hang zum Tablet als mobilem Rechner dauert an, mittlerweile hat jeder PC-Hersteller eines im Angebot, gleichzeitig wächst die Auswahl an Zubehör und Apps. Gleiches gilt für die Smartphones, die nun mit der neuen Mobilfunktechnik LTE online gehen oder ihre Bilder auf dem Display dreidimensional anzeigen – ohne lästige  Zusatzbrille. Die Fernsehgeräte werden an andere Geräte angebunden und zu Multimedia-Zentralen ausgebaut, mit denen man beispielsweise auch surfen und skypen kann. In der Küche schließen sich die Geräte zu einem intelligenten  Netz zusammen, das ganz aufs Stromsparen ausgelegt ist.

Tablets, Smartphones und ein 3D-Notebook

Samsung zeigt mit dem Galaxy Tab 8.9 LTE auf der IFA 2011 einen Tafelrechner, der die neueste Mobilfunktechnik beherrscht. Das Tablet hat das Betriebssystem Android in der Honeycomb-Version 3.2 an Bord, einen Dualcore-Prozessor mit 1,5 Gigahert; es ist  8,6 Millimeter flach, wiegt 455 Gramm und bietet einen 8,9 Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm mit 1.280 mal 800 Bildpunkten Auflösung. Auch die japanische Sony zeigt neue Tablets, eines hat einen 9,5-Zoll Bildschirm, das andere zwei zusammenklappbare Bildschirme von jeweils 5,5 Zoll. Erwartet wird auch ein sehr flacher Rechner von Toshiba mit dem Namen Excite – in der Klasse der Extraflachen, für die schon der Name Ultrabooks geschaffen wurde, wollen auch Asus, Lenovo und Acer neue Geräte  präsentieren.

Natürlich gibt es auch neue Smartphones, Samsung präsentiert sich abermals als LTE-Spezialist und offeriert das Galaxy S2 LTE. Das hat einen 4,5-Zoll großen Touchscreen, einen Dualcore-Prozessor mit 1,5 Gigahertz. Als Betriebssystem ist Android in der Gingerbread -Version 2.3 an Bord, darüber hat Samsung eine eigene Benutzeroberfläche von der aus soziale Netzwerke, Musik oder Spiele schnell gestartet werden. Nach Angaben des Herstellers gibt es dazu zahlreiche Office-Programme.

Als weiterer Produzent von neuen Tablets oder Smartohones wird die deutsche Medion gehandelt, die vornehmlich große Ketten wie Aldi oder Mediamarkt belliefert. Die Konsumenten dürfen also gespannt sein, ob es bald Smartphones oder Tablets dieser Marke in den Supermärkten zum Schnäppchenpreis gibt.

Bei den tragbaren Rechnern jeder Art wird dreidimensionale Darstellung ohne Spezialbrille ein Thema sein, von Toshiba gibt es dazu das Notebook „Qosmio F750“, das 3D-Videospiele ohne Spezialbrille ermöglicht.

Das Fernsehen als Amüsierstation

Die Fernseh-Hersteller versuchen gleichfalls ihr Gerät als Amüsierstation auszubauen, die mit den neuen mobilen Rechnern mithalten kann. Das Zauberwort der IFA 2011 heißt Smart TV.

Die neuen Geräte sind Multimedia-Maschinen, mit denen man viele Inhalte abrufen kann. Das Internetportal „Spiegel Online“ testete im Vorfeld schon mal den Samsung UE46D8090. Fürs reine Glotzen hat er einen Lichtsensor, der die Helligkeit des Bildschirms je nach Sonneneinfall regelt. Per Knopfdruck wird der Bildschirm zum PC, das Fernsehbild läuft klein weiter. Damit kann man dann auf Musik, Fotos und Videos zugreifen, die auf heimischen Rechnern gespeichert sind und sie abspielen –  richtig gut sei das allerdings nur, wenn die Geräte per Kabel am Netzwerk angeschlossen sind, so der Tester. Dazu kommen – wie bei Smartphone oder Tablet – die Apps für Videotelefonate (die Kamera muss dazugekauft werden), Spiele oder eine Schnellverbindung zu den Internet-Videos bei You Tube. Bedienen kann man das Ganze auch über Apps auf Samsung Smartphones oder Tablets. Mit dem Fernseher als Wohnzimmer -PC lassen sich die  Werbepausen sehr unterhaltsam überbrücken.

Am Fernsehmarkt gibt es jede Menge Geräte, die Internetinhalte anzeigen oder Video-Telefonate möglich machen, dazu extrabreite Formate und dreidimensionale Bilder, auch in hoher Auflösung.

Haushaltsgeräte als High-Tech-Produkte

Vernetzt wird nicht nur das Wohnzimmer, vernetzt wird auch die Küche. Ein ganzes Küchensystem, das selbständig Strom spart, präsentiert die deutsche Firma Bauknecht. Das Projekt heißt „Greenkitchen 2.0“. Der dort eingebaute Sonnenkollektor heizt Wasser zur Versorgung der Spül- oder Waschmaschine auf, dieses Wasser wird auch durch die Abwärme des Kühlschranks vorgeheizt. Außerdem im Angebot: Eine Geschirrspülmaschine, deren Sensoren die Menge des Geschirrs und den Grad der Verschmutzung erkennen und das Spülprogramm automatisch einstellen.

Das bisschen Haushalt macht sich mittlerweile wirklich von allein, dank dem  „Kärcher Robocleaner 4000“. Das ist ein vollautomatischer Staubsauger, er putzt den Boden ganz alleine und entscheidet anhand des vorhandenen Drecks, welches von vier Reinigungsprogrammen er startet. Den Dreck liefert er auf der Basisstation ab und dort lädt er auch seine Akkus auf. Praktisch, praktisch: Sonntagsmorgens ins Café, vorher Robocleaner anschalten und wenn man heimkommt ist die Wohnung durchgeputzt. Dann kann man sich ausgeruht dem neuen Internetfernsehen, dem Tablet und dem Smartphone widmen.

Autor: et