13.05.2011

WLAN-Hotspots: Tipps zum sicheren Surfen

Ein Internet-Zugang über ein öffentliches WLAN-Netz ist praktisch, schnell und oftmals günstiger als UMTS-Datentarife. Dennoch ist einiges zu beachten, damit das Surf-Vergnügen an öffentlichen WLAN-Hotspots nicht zum Sicherheitsproblem wird.

Nicht ohne Firewall und Virenschutz

Während private WLAN-Netze zumeist mit dem Verschlüsselungsverfahren WPA2 nach außen abgesichert sind, verzichten Betreiber von öffentlichen Hotspots oftmals auf die Sicherung ihrer Netzwerke. Der Grund: Dadurch ermöglichen sie auch älteren Geräten einen Zugriff auf das Internet.

Daher gilt: Wer über ein öffentliches WLAN online geht, sollte zuerst Sicherheitseinstellungen wie Firewalls oder aktuelle Virenschutzprogramme aktivieren. Die Firewall Zone Alarm kann kostenlos auf dem Online-Portal chip.de heruntergeladen werden  (http://www.chip.de/downloads/ZoneAlarm_13013718.html) Auch der Virenschutz AntiVir steht dort zum kostenlosen Download zur Verfügung (http://www.chip.de/downloads/AntiVir-Free-Antivirus_12998486.html).

Bank- und Geldgeschäfte gehören nachhause

Besonders sensible Informationen wie Bankdaten sollten nur im Ausnahmefall und über vertrauenswürdige Hotspots versendet werden. In öffentlichen Netzwerken besteht immer die Möglichkeit, ausgespäht zu werden. Die übermittelten Daten (wie PIN- oder TAN-Nummern) können im Funkverkehr zwischen dem Laptop und dem Hotspot abgefangen werden. Um seine Daten abzuschirmen, empfiehlt sich das Programm „Hotspot Shield“, das unter http://www.chip.de/downloads/Hotspot-Shield_30200785.html kostenlos heruntergeladen werden kann. Einziger Nachteil: Beim Surfen stören zusätzliche Werbebanner.

An öffentlichen Orten besteht außerdem immer die Möglichkeit, beim Eingeben von Passwörtern oder anderen Daten beobachtet oder gefilmt zu werden. Daher empfiehlt es sich, die privaten Geldgeschäfte vom heimischen PC aus abzuwickeln.

Sensible Daten vor Missbrauch schützen

Wer nicht umhin kommt, bestimmte Daten wie Passwörter und Benutzernamen über öffentliche Netzwerke zu versenden, sollte dies über eine zusätzlich gesicherte Verbindung tun. Ein Beispiel wären Internetseiten, die über https (Hyper Text Transfer Protocol Secure) gesichert werden. Mit diesem Verfahren wird eine abhörsichere Datenübertragung im Internet gewährleistet. Wer sein E-Mail-Programm aufruft, sollte zudem die sicheren Übertragungsverfahren SSL oder TLS nutzen.

Eine weitere Möglichkeit zur Sicherung ist die Nutzung eines virtuellen, privaten Netzwerkes (VPN). Wer sich dafür entscheidet, muss sich um einen VPN-Anbieter kümmern. Wichtig: Da der gesamte Datenverkehr bei einem VPN über den Betreiber-Server läuft, sollte der Anbieter vertrauenswürdig sein.

Viele Betreiber haben mittlerweile Installationspakete im Angebot, die die Einrichtung vereinfachen. Kostenlose VPN-Angebote sind jedoch oftmals langsam. Für einfaches Surfen und Mail-Abrufen ist die Geschwindigkeit aber ausreichend.

Autor: ES