21.07.2010

Im Ausland surfen mit Prepaid-Tarifen

Möchte man auch im Ausland mobil online gehen, kann dies schnell zu einem teuren Spaß werden. Eine Reihe von Prepaid-Internet-Stick-Angeboten macht die Kosten zwar nicht wirklich niedrig, aber überschaubar.

Große Surfstick Anbieter wie die Telekom, Vodafone oder Base haben solche Prepaid-Datentarife für das Ausland im Portfolio, aber auch Discounter versuchen sich auf diesem Feld. Wer im Urlaub oder auf Geschäftsreisen surfen möchte, ist gut beraten, nicht einfach Roaming-Gebühren in Kauf zu nehmen, sondern sich im Vorfeld bereits mit entsprechenden Prepaid Surfsticks zu versorgen.

Reisen mit Telekom-Tarifen

Die Deutsche Telekom bietet in diesem Bereich den Tarif „web’n’walk Roaming DayPass“ an. Für 14,95 Euro kann man einen Kalendertag lang in vielen Ländern surfen, nicht jedoch in den USA. Hat man 50 MB Daten verbraucht, kostet jeder weitere 100-Kilobyte-Block 19 Cent. Dieser Auslandstarif ist aber nur als Zusatzpaket buchbar, wenn man bereits über einen anderen web’n’walk-Tarif oder über einen Combicard-Data-Tarif bei der Telekom verfügt.

Wer in die USA reist, surft etwas teurer. Dafür gibt es bei der Telekom den Tarif „Laptop Daypass T-Mobile USA“. Dieses Angebot kostet pro Kalendertag 24,95 Euro. Nach 50 MB belaufen sich die Folgekosten auf stolze 34 Cent pro 100 Kilobyte. Beim Surfen sollte man aber auf die Uhr blicken, denn besteht nach 24 Uhr weiterhin eine Internetverbindung und werden Daten übertragen, wird auch für den nächsten Tag der Laptop-Daypass gebucht und kostet weitere 24,95 Euro.

Vodafone Websessions International

Auch Vodafone hat ein Internet-Stick-Angebot für Internetnutzer auf Reisen. Mit „Vodafone Websessions International“ ist es möglich, für 14,95 Euro pro Tag im Ausland zu surfen. Enthalten sind viele Länder in- und außerhalb der EU, nicht jedoch die USA oder etwa Indien. Auch beim Websessions-Auslandstarif hat man 50 Megabyte Datenvolumen zur Verfügung. Hat man diese Datenmenge verbraucht, fallen keine Folgekosten an, Vodafone behält es sich lediglich vor, die Verbindung zu trennen.

Führt die Reise in die USA, nach Südafrika, Indien, Malaysia, Singapur oder Hongkong, bietet Vodafone den Tarif „Websessions International Pro“ an. Er kostet 29,95 Euro und beinhaltet ebenfalls 50 MB Datenvolumen. Auch hier endet die Verbindung nach Verbrauch des Inklusivvolumens automatisch oder nach dem Ablauf von 24 Stunden. Im Gegensatz zur Tagesflat der Telekom wird hier nicht pro angefangenen Kalendertag gerechnet. Vielmehr läuft nach dem ersten Einbuchen ein Zeitkonto von 24 Stunden.

Mit Base ins Ausland – kein eigenständiger Prepaid-Tarif

Bei Base können Kunden, die über einen Prepaid-Internet-Stick das Netz von E-Plus nutzen, die Option „Base Prepaid International“ nutzen. Das ist kein Prepaid-Datentarif im engeren Sinn, denn es wird kein spezielles Zeit- oder Datenkontingent verkauft. Im EU-Ausland surft man für 19 Cent pro 100 Kilobyte, im restlichen Europa und in Kanada für 48 Cent pro 100 kB. In der restlichen Welt, die für Base-Prepaid-Kunden aus Südafrika, Brasilien, Israel und Thailand besteht, kostet jeder 100-Kilobyte-Block ebenfalls 48 Cent.

Praktisch: Zumindest innerhalb der EU lässt sich seit März 2010 per Tasteneingabe das monatliche Datenroaming auf 60, 100 oder 150 Euro begrenzen. Erreicht man das Limit, ist Datenroaming bis zum Ende des Monats oder bis zur manuellen Reaktivierung gesperrt.

Billig im Ausland surfen mit Prepaid Global

Der Discounter Prepaid Global verkauft Sim-Karten für den Gebrauch in einzelnen Ländern oder auch für die Benutzung in der gesamten EU. Für 39,90 Euro kann man im Netz von Hutchinson Telecom mit einer maximalen Datenrate von 7,2 Mbit/s surfen. Im Kaufpreis enthalten sind eine Sim-Karte sowie ein Gigabyte Inklusivvolumen.

Die Sim-Karte funktioniert allerdings nicht in Deutschland, da sie ausschließlich auf das Netz von Hutchinson zugreift. Hat man ein Gigabyte verbraucht, kann man für jeweils 27,90 Euro ein weiteres Gigabyte nachbuchen. Im Gegensatz etwa zum Auslandstarif der Telekom ist die Nutzung von Internettelefonie (VoIP-Andwendungen wie zum Beispiel Skype oder Sipgate) erlaubt. Wer zusätzlich zur Sim-Karte einen UMTS Stick bestellen möchte, kann dies für dann insgesamt 109,90 Euro tun. Inkludiert sind dann der Internetstick, die Sim-Karte sowie zwei Gigabyte Datenvolumen.

Autor: MN