03.04.2009

Stick-Modem von Qisda: Bestnoten fürs Design

Das taiwanische Unternehmen Qisda beweist mit dem Internet-Stick QHM-21, dass man auch einem UMTS-Stick zu Ruhm verhelfen kann, wenn das Design stimmt. Dementsprechend freute man sich beim taiwanesischen Hersteller, als der Surf-Stick auf der diesjährigen CeBIT für eine Design-Auszeichnung des International Form Design (iF) nominiert wurde.

Beim QHM-21 handelt es sich aber nicht nur um eines der schicksten UMTS-Modems, die in den letzten Jahren auf den Markt geworfen wurden, sondern der Internet-Stick überzeugt auch in Puncto Technik: Der UMTS-USB-Stick funkt auf dem Niveau von HSDPA 7,2 MBit/s, unterstützt aber auch GPRS und EDGE. Im Upload-Bereich bringt es der Surfstick auf 2 MBit/s. Der Upload-Speed kann bei Bedarf – nach Angaben des Herstellers - auf stolze 5,76 MBit/s gesteigert werden.

Marienkäfer oder Internet-Stick?

Besonders interessant – und auffällig – sind bei dem neuen Internetstick die Außenantennen, die sich auf Knopfdruck wie die Flügel eines Marienkäfers nach außen strecken. Natürlich soll die Doppel-Antennen-Funktion auch einem praktischen Zweck dienen: Die Qisda-Ingenieure spekulieren mit der Marienkäfer-Bauweise auf einen besseren Empfang.

Am USB-Port eines Notebooks oder PCs angeschlossen, kann der Internetstick QHM-21 auch als Datenspeicher genutzt werden. Hierfür muss man lediglich eine MicroSD-Karte in den entsprechenden Schlitz im Gerät einschieben. In Bezug auf die Markteinführung und die unverbindliche Preisempfehlung hält sich der Hersteller noch bedeckt.

Qisda, ehemals BenQ

Beim taiwanesischen Hersteller Qisda handelt es sich bekanntlich um das Unternehmen, das in Deutschland unter dem Firmennamen BenQ für negative Schlagzeilen gesorgt hat. Die Umbenennung in Qisda erfolgte im Herbst 2007 nachdem die Konzernverantwortlichen einen Imageschaden befürchten mussten.

Ob die Umbenennung der taiwanesischen Firma auf dem deutschen Käufer-Markt wieder mehr Sympathien bringt, bleibt abzuwarten. Viele Menschen werden sicherlich nicht so schnell vergessen, wie viele Arbeitsplätze bei der Insolvenz der ehemaligen Siemens-Handy-Sparte BenQ Mobile vernichtet wurden. Qisda steht übrigens für “quality innovation speed driving and achievements”.

Autor: MN