Woraus ein Surfstick besteht

Ein Surfstick ist ein Funkmodem, das im Gewand eines USB-Sticks daherkommt. Damit man damit im mobilen Internet surfen kann, muss eine ganze Reihe von Bauteilen integriert sein: Ein Chip, der Modem und Prozessor in einem ist, dazu zwei Speicher.

Dazu kommen Anschlüsse für weitere Hardware: Der Steckplatz für die Simkarte, eventuell ein weiterer Anschluss für eine Speicherkarte und eine externe Antenne.

Prozessor und Hauptspeicher

Kernstück eines jeden Surfsticks ist das integrierte Funkmodem. Dieses sitzt auf dem Hauptchip, der gleichzeitig Modem und Prozessor in einem Modul ist. Der Chipsatz bestimmt, mit welchem Netz sich der Stick verbinden kann, auf welcher Frequenz er funkt und letztlich, wie hoch die Maximalgeschwindigkeit liegt. Die Rechenleistung des Prozessors selbst ist eher nebensächlich, denn allzu komplizierte Rechenoperationen führt der Stick nicht aus.

In einem Surfstick sind zwei Speicher verbaut: auf einem ist die Firmware abgelegt; sie ist  sozusagen das Betriebssystem des Surfsticks. Auf sie kann man normalerweise nicht zugreifen und sie nur über spezielle Firmware-Upgrades vom Hersteller verändern. Auf einem anderen Speicher sind die Verbindungssoftware sowie die Treiber abgelegt, die beim Einstöpseln auf den Rechner heruntergeladen werden. Auf diesen Speicher kann man zugreifen, um die Software zu installieren, Schreibzugriff hat man aber nicht und speichern lässt sich hier auch nichts.

Steckplätze für Sim-Karte und Zubehör

Will man den Surfstick zusätzlich als Speicher verwenden, hilft ein anderes Bauteil weiter: In den Micro-SD-Karten-Steckplatz passen Speicherkarten im Micro-SD-Format. Hier schwanken die unterstützten Speichergrößen zwischen 2 und 32 Gigabyte.

In einem anderen Slot findet die Sim-Karte ihren Platz. Dieser Steckplatz ist bei Surfsticks für Mini-Sim-Karten im Format 25 mal 15 Millimeter genormt. Surfsticks für Micro-Sim-Karten des Formats 15 mal 12 Millimeter gibt es nicht. Auf der Sim-Karte finden sich die Informationen zum Nutzer und seinem Tarif. Über die Karte wird man eindeutig im Mobilfunknetz identifiziert.

Ein weiterer Anschluss ist der Steckplatz für externe Antennen; dieser ist nicht immer vorhanden. Wenn vorhanden, lässt sich darüber der Empfang verbessern und somit Surfgeschwindigkeit und Stabilität der Verbindung. Aber Vorsicht: Nicht jeder externe Antenne passt zu jedem Stick. Hier muss man genau darauf achten, welche Antennenbuchse verbaut ist, damit man dann die passende Antenne zukaufen kann. Manchmal hilft als Zwischenstück ein Adapter, um für die Antenne den passenden Anschluss bereit zu halten.