GPRS

GPRS ist eine Datenfunktechnik, die in den GSM-Mobilfunknetzen der zweiten Generation eingesetzt wird. Es ist die langsamste aller zur Verfügung stehenden Datenübertragungstechniken – wenn sonst nichts mehr geht, dann schaltet der Surfstick auf GPRS um.

Wer GPRS nutzt, kann Übertragungsgeschwindigkeiten von 40 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) beim Herunterladen von Daten (Download) und mit 14 kbit/s beim Senden von Daten erwarten.

GPRS: Die Geschwindigkeits-Klassen

In technischen Beschreibungen wie Datenblättern findet man bei Surfsticks oft statt einer Geschwindigkeitsangabe die Angabe einer GPRS-Klasse. Hier eine Übersicht, welche Geschwindigkeiten welche Klasse bietet:

-          Klasse 2: 16 und 24 kbit/s im Download und 8 bis 12 im Upload

-          Klasse 4: 24 bis 36 kbit/s (Download), 8 bis 12 (Upload)

-          Klasse 6: 24 bis 36 (Upload und Download)

-          Klasse 8: 32 bis 40 (Download) 8 bis 12 (Upload)

-          Klasse 10: 32 bis 48 (Download) 16 bis 24 (Upload)

-          Klasse 12: 32 bis 48 (Download und Upload)

Wo sie in Deutschland mit GPRS rechnen müssen

In Deutschland wird man GPRS eher selten mit einem Surfstick nutzen. Tester berichten, dass man bei Zugfahrten durch dünn besiedelte Gebiete, in denen die Netze eher schwach ausgebaut sind, den Stick in einigen Abschnitten nur noch mit GPRS nutzen kann.

Wer das Pech hat, in solch einer Gegend den Stick zu nutzen, wird nicht nur mit quälend langsamen Verbindungen konfrontiert, auch die Reaktionszeiten des Netzes sind bei GPRS hoch und können schon mal bis zu einer Sekunde betragen.

In Deutschland erhältliche Surfsticks schaffen, ausweislich der Datenblätter von ihrer technischen Ausstattung zwischen 8 und 58 kbit/s beim Herunterladen und Senden von Daten.

GPRS weltweit: Langsam, aber weit verbreitet

Für Reisende, die oft ferne Länder besuchen haben die mit GPRS und der etwas schnelleren Datenfunktechnik EDGE aufgerüsteten GSM-Netze einen unschätzbaren Vorteil: Sie sind praktisch weltweit verfügbar.

Wer also einen Surfstick mit den global verwendeten vier GSM-Frequenzen – also 850, 900, 1800 und 1900 Megahertz – hat, der hat gute Chancen zumindest kurze Mails in einem akzeptablen Zeitraum herunterzuladen oder zu senden. Dies gilt insbesondere in Entwicklungs- oder Schwellenländern, in denen es noch keine schnellen Datenfunknetze mit UMTS oder LTE gibt.

Autor: et