Option N.V.: Anspruchsvolle Sticks aus Belgien

Die Option N.V. ist eine belgische Aktiengesellschaft, die sich spezialisiert hat auf USB-Surfsticks, Datenkarten, Datenfunk-Router und Datenfunkmodems, die in Laptops eingebaut werden. Sie hat technisch anspruchsvollere USB-Surfsticks im Angebot, die von vielreisenden Geschäftsleuten genutzt werden können.

In Deutschland werden sie meist über Internet-Händler wie Novamedia vertrieben; hier offerierte 1&1 einmal einen Stick von Option. Die Option-Surfsticks sind bei Mobilfunk-Verkäufern in Belgien, Luxemburg, Dänemark und Polen im Angebot.

Surfsticks von Option: Eine solide Sache

Option liefert grundsolide Sticks, die sich oft an den Bedürfnissen des mobilen Geschäftskunden orientieren. Das zeigt sich beispielsweise bei der Auswahl von Funk-Frequenzen, auf denen die Sticks in UMTS-Netzen und GSM-Netzen unterwegs sind, hier haben die Belgier beispielsweise ein Modell, das in UMTS auf vier Frequenzen funkt und damit global eine sehr gute Anbindung an die schnellen lokalen Datenfunknetze sichert.

 

Dazu gibt es einen eigenen Verbindungsmanager, der auch von der chinesischen Huawei in Lizenz genutzt wird und die eine oder andere technische Neuerung wie herausdrehbarer oder herausschiebbbarer USB-Stecker.

 

Besonders bemerkenswert – es gibt einen reichhaltigen Download-Bereich in dem man Software für den Stick herunterladen kann. Wer einen Stick von Option hat ist also nicht auf die mühsame Suche im Internet und fremde Seiten angewiesen sondern kann sich alles Nötige direkt beim Produzenten besorgen.

Zahlen und Fakten

Option N.V. machte 2009 einen Umsatz von 147,1 Millionen Euro und einen Verlust von 54,3 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen (EBIT). Das Unternehmen beschloss eine Kapitalerhöhung und einen Sanierungsplan, die Zahl der Mitarbeiter wurde verringert und eine Forschunsgstelle in  Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) wurde geschlossen. Im Jahr 2010 gab es dann einen Umsatz von 57,7 Millionen und einen Verlust von 31,9 Millionen vor Steuern und Zinsen (EBIT).

Das Unternehmen klagt über unfaire Praktiken der chinesischen Mitbewerber. Eine Beschwerde bei der belgischen Regierung und der EU - moniert wurden Dumpingpreise und staatliche Unterstützung der chinesischen Konkurrenz – zog Option nach einer geschäftlichen Einigung mit dem chinesischen Stickproduzenten Huawei 2010 zurück. Huawei kaufte für acht Millionen Euro die Halbleitersparte von Option und zahlte 2010 insgesamt 27 Millionen Euro Lizenzgebühr für die belgische Stick-Software. 2011 und in der ersten Hälfte von 2012 sollen dafür noch einmal 33 Millionen Euro fällig werden.

Option N.V. wurde 1986 gegründet und hat seinen Sitz in der belgischen Stadt Löwen (Leuven).