Surfsticks: So viel kosten sie

Die Kosten für einen Surfstick variieren stark, je nachdem, was er leistet und wo man ihn kauft. Bei Anbietern gibt es Sticks bereits für symbolische Preise von einem Euro zu Laufzeitvertrags-Tarifen hinzu. Bei Prepaid-Angeboten und im freien Handel zahlt man deutlich mehr; hier variieren die Preise zwischen etwa 20 und 180 Euro.

Surfsticks bei den Anbietern

Gerade mit Vertragstarifen sind Sticks kaum mehr als Gratiszugaben; der Preis von einem Euro, der oft verlangt wird, ist eher symbolisch. Die Kosten werden hier über lange Vertragslaufzeiten aufgefangen. Bei Sticks, die HSPA+ beherrschen und damit bis zu 21,6 oder 42,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) schaffen, zahlt man mehr als 1 Euro, bleibt aber mit etwa 5 bis 20 Euro noch deutlich unter dem Marktpreis. Gelegentlich wird ein monatlicher Hardwarezuschlag fällig, der sich um die 2,50 Euro bewegt.

Sticks in Prepaid-Angeboten kosten mehr. Hier liegt der Preis meist zwischen 30 und 60 Euro, je nach Anbieter. Die Qualität der Sticks bewegt sich in einem engen Rahmen, da auch die Prepaid-Tarife meist im Mittelfeld in Sachen Geschwindigkeit liegen. Sticks dieser Kategorie erreichen meist entweder 3,6 Mbit/s oder 7,2 Mbit/s beim Herunterladen von Daten.

Der freie Handel: Surfsticks der Mittelklase

Sieht man sich im freien Handel um – also auf Plattformen wie Amazon oder bei Fachhändlern wie Conrad – bilden sich die Unterschiede in Sachen Leistung deutlicher im Preis ab.

Es gibt eine Reihe von Surfsticks, die nicht mehr ganz zeitgemäß 3,6 Mbit/s beim Herunterladen und 384 kbit/s beim Hochladen von Daten erreichen. Sie verfügen über den Datenbeschleuniger HSDPA für das Herunterladen, müssen aber ohne den entsprechenden Beschleuniger HSUPA für das Hochladen auskommen. Versendet man nicht allzu viele große Dateien, kann man hier für etwa 20 Euro fündig werden.

Surfsticks der soliden Mittelklasse schaffen im Download 7,2 Mbit/s und beim Hochladen zwischen 2 und 5,76 Mbit/s. Sie verwenden HSDPA und HSUPA, um den Datenverkehr in UMTS-Netzen der dritten Generation zu beschleunigen. Die Preise für solche Sticks liegen zwischen etwa 30 und 90 Euro. Außer der Geschwindigkeit bestimmen auch andere Faktoren den Preis: Ein integrierter DVB-T-Empfänger für terrestrisches Digitalfernsehen oder ein Micro-SD-Slot mit 32 GB möglichem Speicherplatz können den Preis in die Höhe treiben.

Surfsticks der Spitzenklasse

Möchte man mit mehr als 7,2 Mbit/s surfen, indem man HSPA+ nutzt, greift man tiefer in die Tasche. Hier liegen die Preise zwischen 70 und 150 Euro. Dafür surft man mit solchen Sticks mit bis zu 42,2 Mbit/s.

Den Spitzenplatz beim Preis belegen LTE-Sticks. Diese nutzen die Funktechnik, die theoretisch bis zu 100 Mbit/s im Download und 50 Mbit im Upload erreicht. Oft können sie auch wenn nötig in UMTS- oder gar GSM-Netze wechseln, falls LTE nicht verfügbar ist. Die Kosten für die LTE-Surfsticks liegen bei etwa 180 bis 200 Euro in Deutschland.