Ratgeber: Der Kauf eines Surfsticks

Sie können in Deutschland den Surfstick auf zwei Wegen kaufen: In der Regel werden die Surfsticks zusammen mit der Sim-Karte und einem Mobilfunktarif angeboten. Diese Sticks sind meistens innerhalb Deutschlands gut oder zumindest ausreichend geeignet für den mobilen Anschluss ans Internet. Auf diese Weise kommen Sie sehr preiswert – und manchmal sogar umsonst – an den geeigneten Stick.

Wenn Sie aber etwas Besonderes wollen – wie beispielsweise einen Stick, mit dem Sie weltweit surfen und Sim-Karten internationaler Betreiber in vielen Ländern nutzen können – dann sollten Sie sich in Internetläden nach einem Surfstick umschauen. Diese Lösung ist allerdings deutlich kostspieliger.

Surfsticks mit Tarifen: SIM-Lock und Net-Lock

Wenn Sie eine Sim-Karte fürs mobile Internet kaufen, wird Ihnen immer ein Surfstick dazu angeboten. Diese Surfsticks sind in der Regel für den Einsatz in deutschen Netzen gut geeignet. Einige der Sticks werden allerdings mit einem sogenannten Sim-Lock oder Net-Lock angeboten: Sie sind dann nur mit der mitgelieferten Sim-Karte nutzbar (Sim-Lock) oder nur im Netz eines der vier Mobilfunkbetreiber (Net-Lock). Wenn Sie einen Stick brauchen, mit dem Sie auch andere Sim-Karten nutzen – beispielsweis weil Sie immer die günstigsten Tarife nutzen wollen  - müssen Sie darauf achten, dass er kein Sim-Lock und kein Net-Lock hat.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass der Surfstick keine Einschränkungen in der Nutzung hat.  Dann können Sie jederzeit den Anbieter wechseln, wenn es ein günstiges Angebot am Markt gibt.

Übertragungsgeschwindigkeit und Speicherkapazität

Ein zweiter Punkt beim Kauf ist die Geschwindigkeit mit der die Daten übertragen werden. Die meisten Sticks, die heute im Angebot sind, bringen es beim Herunterladen von Daten aus dem Internet (Download) auf  Maximal-Geschwindigkeiten zwischen 3,6 und 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), das reicht aus – die Mobilfunknetze bieten beim täglichen Surfen ohnehin nicht mehr Tempo.

Größere Unterschiede gibt es beim Tempo, mit dem Sie selbst Daten ins Internet schicken (Upload): Hier reicht die Geschwindigkeit 384 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) bis 5,76 Megabit pro Sekunde.

Unser Tipp: Wenn Sie mit dem Stick nicht nur Surfen, sondern auch ab und an größere Datenpakete von unterwegs verschicken – wie beispielsweise Fotos – dann sollten Sie darauf achten, dass der Stick auch mit hohem Tempo Daten verschicken kann.

Ein drittes Kriterium ist der Datenspeicher. Zeitgenössische Sticks können oft mit einer Micro-SD-Karte zum Speicherstick aufgerüstet werden und bieten dann mehrere Gigabyte Speicherplatz, derzeit liegt die Obergrenze bei 32 Gigabyte, aber auch mit 4 Gigabyte hat man schon ordentlich Platz. Solche Sticks liefern einen mobilen Internetanschluss plus einen großen Speicher, Sie können Daten, die Sie herunterladen auf dem Stick speichern. Solche nachrüstbaren Sticks können Sie ebenfalls zusammen mit der Sim-Karte bei den deutschen Anbietern zusammen mit einem Tarif kaufen. Allerdings muss man dann noch die Micro-SD-Karte dazu kaufen.

Unser Tipp: Wenn Sie für Ihren Laptop ohnehin einen Speicherstick brauchen, um größere Datenpakete dort abzulagern – als Sicherheitskopie oder um sie schnell auf andere Rechner zu übertragen – dann sollten Sie sich einen Surfstick kaufen, der auch als Speicherstick genutzt wird. Sie belegen so nur einen USB-Steckplatz und ersparen sich das lästige Ein-und Ausstöpseln.

Sticks auf dem freien Markt

Sie können sich auch einen Stick auf dem freien Markt besorgen. Diese Sticks haben in der Regel kein Sim- und kein Net-Lock. Etwas suchen müssen Sie freilich schon – und wenn Sie wissen, welches Modell Sie haben wollen, fällt die Suche leichter.

Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf vor allem bei gebrauchten Sticks darauf, dass Sie einen Sim- und Net-Lock-freien Stick bekommen. Achten Sie in jedem Fall auf ausreichende technische Angaben, also Geschwindigkeit beim Herunterladen und Senden von Daten (Dowload und Upload) sowie Speicherplatzerweiterung mit Micro-SD-Karte. Mindestens diese Daten sollten vorhanden sein.

Auch die Angabe der Funkfrequenzen kann nützlich sein, besonders wenn Sie den Stick auch mal im Ausland benutzen wollen. Denn wenn Sie oft im Ausland unterwegs sind mit dem Stick  und dort auch ins Internet wollen – mit der Sim-Karte eines einheimischen Anbieters – sind die Funkfrequenzen, auf denen der Stick sendet und empfängt ein weiteres wichtiges Merkmal.

Unser Tipp: Der Stick ist im Ausland einsetzbar, wenn er sowohl in UMTS-Netzen (Englisch WCDMA) als auch in GSM-Netzen möglichst viele Funkfrequenzen beherrscht – denn die Frequenzen, auf denen im Ausland mobiles Internet per Funk angeboten wird, sind oft andere, als in Deutschland. Derzeit sichern vier Frequenzbänder für GSM-Netze - 850, 900, 1900 und 2100 Megahertz - und die gleichen vier Frequenzen für UMTS-Netze die global größte Reichweite.