Diese Geschwindigkeiten sind möglich

Surfsticks gibt es in einer großen Bandbreite von Konfigurationen. Entscheidend für Nutzer ist hier oft vor allem die Geschwindigkeit, die man beim Surfen erreicht. Sowohl beim Herunterladen von Daten (Download) als auch beim Versenden von Daten (Upload) gibt es mittlerweile große Unterschiede.

Downloads mit HSDPA

Alle Surfsticks auf dem Markt verwenden mindestens HSDPA als Datenbeschleuniger in UMTS-Netzen der dritten Generation. Die langsamsten laden Daten mit maximal 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) herunter. Damit sind sie eigentlich immer noch ausreichend für die meisten Situationen in deutschen UMTS-Netzen, denn auch in Städten kommt man hier selten auf Datenraten, die über 3,6 Mbit/s hinauskommen.

Möchte man für Spitzengeschwindigkeiten gewappnet sein, die höher liegen, wählt man einen Stick mit maximal 7,2 Mbit/s aus. Auch diese Sticks verwenden HSDPA. Theoretische Downloadraten von 7,2 Mbit/s stellen derzeit den Standard dar, sowohl was die Surfsticks als auch den Ausbau der UMTS-Netze angeht. Einige Surfsticks schaffen über HSDPA sogar theoretisch bis zu 14,4 Mbit/s und stoßen damit an die technischen Grenzen von HSDPA. Die bestehenden Netze in Deutschland unterstützen diese Geschwindigkeit allerdings nicht.

HSPA+ und LTE

Ebenso in UMTS-Netzen wird der Datenbeschleuniger HSPA+ verwendet. Surfsticks mit dieser Technik erreichen theoretische Höchstwerte im Download von 21,6 bis 42,2 Mbit/s. In den Netzen von Telekom und Vodafone ist HSPA+ mit 21,6 Mbit/s recht gut ausgebaut, an vereinzelten Orten gibt es mittlerweile auch schon Funkzellen, in denen theoretisch mit bis zu 42,2 Mbit/s gesurft werden kann. Bei den Sticks gibt es nur eine Handvoll, die 42,2 Mbit/s theoretisch erreicht. Neben den LTE-Sticks, die auch HSPA+ beherrschen, kann dies derzeit nur der Huawei K4605.

Der Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) ist derzeit der Spitzenreiter im Geschwindigkeitsrennen hierzulande. Der schnellste Stick – der Huawei E398 – schafft maximal 100 Mbit/s im Download. Da LTE allerdings vorerst als stationäre Funktechnik ausgebaut wird, muss man mit den LTE-Surfsticks an allen anderen Standorten als dem heimischen PC auf HSPA+ zurückgreifen.

Senden von Daten: von 384 kbit/s bis 50 Mbit/s

Beim Senden von Daten (Upload) gibt es noch eine Reihe von Surfsticks, die noch nicht beschleunigt mit UMTS-Geschwindigkeit senden, also mit 384 kbit/s. Für den Upload gibt es aber auch einen Datenbeschleuniger: HSUPA.

Damit erreicht man in der ersten Ausbaustufe 1,45 Mbit/s beim Senden von Daten. Einige ältere Surfsticks laden Daten mit diesem theoretischen Maximum hoch. Mittlerweile liegt der Standard zwischen 2 und 5,76 Mbit/s. Gerade bei neueren Sticks sind 5,76 Mbit/s eigentlich gang und gebe. Diese Geschwindigkeit stellt derzeit auch das technische Maximum in den UMTS-Netzen hierzulande dar. Die technischen Grenzen von HSUPA liegen weit darüber, bei etwa 23 Mbit/s; die deutschen Netze geben das allerdings nicht her.

Die höchsten Datenraten beim Senden von Daten erreichen LTE-Surfsticks. Hier bewegen sich die theoretischen Geschwindigkeiten zwischen 10 und 50 Mbit/s.