Mit dem Surfstick flott im Netz

Wenn Sie per Surfstick und mobilem Datenfunk im Internet unterwegs sind, kann die Verbindung schon mal recht langsam sein. Das kann eine ganze Fülle von Ursachen haben: Nicht immer ist ein langsames Mobilfunknetz daran schuld  und Sie müssen sich auch nicht gleich einen neuen Laptop kaufen, nur weil ein Verkäufer sagt, Ihr tragbarer Rechner sei einfach zu alt für mobiles Internet.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Ursachen für einen lahmenden mobilen Internetzugang entdecken und was Sie tun können, um ihn ein bisschen schneller zu machen.

Was für Geschwindigkeiten können Sie erwarten

Zunächst einmal ist mobiles Internet nicht so flott, wie es in der Werbung suggeriert wird. Denn den Internetzugang teilen Sie sich immer mit allen Nutzern, die  gerade den gleichen Mobilfunkmast wie Sie nutzen. Die in der Werbung erwähnten Spitzengeschwindigkeiten beim Herunterladen von Daten sind also rein theoretisch.

Die Netze der Mobilfunkbetreiber sind darüber hinaus unterschiedlich gut ausgebaut – manche sind schneller, andere langsamer. Ganz gleich wie der Tarif heißt, mit dem Sie mobil surfen, Sie sind immer in einem von vier Netzen unterwegs – bei der Deutschen Telekom, Vodafone, Telefónica O2 oder bei E-Plus.

Ein erster Anhaltspunkt für Sie ist die Geschwindigkeit, mit der Webseiten herunter geladen werden. Die Stiftung Warentest ermittelte hier im Sommer 2011 für die einzelnen Datenfunknetze folgende Werte: In den Städten und Ballungsräumen dauert das Herunterladen einer mobilen Webseite bei Vodafone im Durchschnitt 6 Sekunden, bei der Telekom 7 Sekunden, bei O2 im Schnitt 9 Sekunden und bei E-Plus 24 Sekunden. Auf dem Lande sind es bei Vodafone im Schnitt zehn Sekunden, bei der Telekom und O2 jeweils 16 Sekunden, bei E-Plus volle 37 Sekunden.

Die Netze werden regelmäßig getestet, unter anderem von der Zeitschrift „connect“ oder dem Internetportal „Chip online“. Sie sollten sich diese Tests anschauen, dann sehen Sie, was Sie in Ihrem Mobilfunknetz erwarten können.

Schließlich wird bei allen Mobilfunktarifen ab einer bestimmten Menge an verbrauchten  Daten das Tempo des mobilen Anschlusses gedrosselt – und dann wird es jäh ganz langsam, da kann das Laden einer Seite auch in schnellen Netzen schon mehr als eine halbe Minute dauern. Informieren Sie sich also darüber, wie hoch die Datenmenge für schnelles Surfen bei Ihrem Tarif ist – womöglich haben Sie die ja schon nach zehn Tagen aufgebraucht, dann sollten Sie einen Tarif mit einer größeren Menge wählen.

Langsames Internet: Funkloch oder dicke Mauern

Wenn Ihre Werte in dem betreffenden Netz trotzdem dauerhaft deutlich schlechter sind, als Sie erwarten könnten, dann gibt es dafür mehrere mögliche Ursachen:

Erstens kann die Netzabdeckung des jeweiligen Mobilfunkbetreibers gerade an der Stelle, an der Sie bevorzugt surfen, deutlich schlechter sein als erwartet. Sie sitzen, bildlich gesprochen in einem Funkloch – da kann ein Berg zwischen Ihnen und dem nächsten Sendemast sein oder ein anderes Hindernis.

Schließlich kann zweitens das Gebäude in dem Sie sich aufhalten, einen Teil der Funkwellen abschirmen, mit denen die Daten übertragen werden. In beiden Fällen hilft eine Positionsveränderung weiter: Wird es besser, wenn Sie innerhalb der Wohnung oder des Büros zum Fenster gehen? Wird es besser, wenn Sie den Standort komplett wechseln, also beispielsweise aus dem Vorort ins Stadtzentrum gehen? Wenn ja, liegt es am Standort

Antennen und ein Prüfprogramm helfen weiter

Wenn das Internet an Ihrem Standort lahmt, hilft eine Antenne weiter. Sie können es zunächst mit einem USB-Verlängerungskabel probieren, den Surfstick platzieren Sie dann in Fensternähe. Sie können auch eine externe Antenne an Ihren Surfstick anschließen, wenn dieser einen externen Antennenanschluss hat. Näheres können Sie unter dem Stichwort Antennen auf dieser Webseite nachlesen.

Wenn Sie checken wollen, welche Geschwindigkeit Ihr mobiler Anschluss bietet und wie stark das Funksignal ist, dann gibt es dazu dieses Programm http://mwconn.net/info.html zum kostenlosen Herunterladen.