Datentechniken – GPRS, UMTS & Co.

Ein Surfstick beherrscht meist mehrere Techniken, um Daten zu übertragen. Je nachdem, welche Technik gerade verfügbar ist, wechselt der Stick zwischen den Übertragungstechniken.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland drei Netzarten für die mobile Datenübertragung: GSM (Global System for Mobile Communications) und seit 2004 UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). GSM-Netze werden auch als zweite Generation (2G) bezeichnet und UMTS-Netze als dritte Generation (3G). Die neueste Datentechnik ist LTE; sie wird ab 2010 in Deutschland ausgebaut.

In anderen Ländern wie zum Beispiel den USA, einigen europäischen und südamerikanischen  Ländern oder Asien gibt es noch die Techniken CDMA2000 oder Wimax und deren Varianten.

GSM-Techniken

Mit GSM empfängt man Daten mit maximal 9,6 Kilobit pro Sekunde (kbit/s). Für Mobilfunknetze gibt es technische Verbesserungen, sogenannte Ausbaustufen für die schnellere Datenübertragung. Bei GSM sind dies GPRS (General Packet Radio Service) und EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution). Mit GPRS erreicht man bis zu 64 kbit/s beim Herunterladen von Daten (Download), mit EDGE kommt man maximal auf etwa 230 kbit/s.

Diese Werte sind Maximalwerte, aber mit GPRS oder EDGE kommt man oft in die Nähe dieser Maximalgeschwindigkeiten.

UMTS, HSDPA, HSPA+

In UMTS-Netzen surft man ohne Erweiterungen mit bis zu 384 kbit/s. Die Ausbaustufe HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) bietet theoretisch bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download.

In UMTS-Netzen versendet man Daten (Upload) normalerweise mit 384 kbit/s. Auch hierfür gibt es eine Erweiterungstechnik: HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Diese bietet in mehreren Stufen entweder 1,45 Mbit/s, 2,0 Mbit/s oder 5,76 Mbit/s.

Für den Download in UMTS-Netzen gibt es außerdem noch HSPA+ als schnellste Ausbaustufe, mit der in Deutschland derzeit bis zu 42 Mbit/s möglich sind.

In der Praxis schwanken die Werte stark. Es kommt darauf an, wo man sich befindet, da der Ausbau mit schnellen Datentechniken nicht überall gleich gut ist. Außerdem teilen sich alle Nutzer, die über den gleichen Funkmast online gehen, dessen Bandbreite, das heißt, wenn viele Menschen an einem Ort mobil surfen, wird es für den Einzelnen langsamer. Je nach Anbieter kann man mit HSDPA-Geschwindigkeiten zwischen einem und über drei Mbit/s beim Herunterladen rechnen, beim Senden von Daten mit etwa einem Mbit/s.

Long Term Evolution (LTE)

Die neueste Datentechnik für das mobile Internet ist LTE. Technisch noch eine 3G-Technik wie HSPA, müssen die Netze extra aufgebaut werden für LTE; es ist keine Ausbaustufe von UMTS. Somit müssen Sticks, die LTE nutzen wollen, extra dafür ausgerichtet sein.

Theoretisch sind mit LTE bis zu 300 Mbit/s möglich, hierzulande wird das Maximum mit etwa 100 Mbit/s im Download angegeben. LTE ist derzeit aber noch nicht als echte mobile Funktechnik in Betrieb: sie wird nur für stationäres Internet als DSL-Ersatz angeboten.

CDMA und Wimax

In anderen Ländern gibt es andere Funktechniken, die nicht mit den in Deutschland gebräuchlichen Techniken kompatibel sind. In etlichen Netzen Amerikas aber auch in Europa wird CDMA2000 (Code Division Multiple Access) ode reine Variante davon verwendet. Diese Technik beruht auf ähnlichen Verfahren wie UMTS, ist aber nicht kompatibel. Eine weitere Funktechnik ist Wimax, dieses wird beispielsweise in den USA und in Russland benutzt.

Will man im Ausland surfen, tut man gut daran sich zu erkundigen, welche Funktechniken am vorgesehenen Aufenthaltsort genutzt werden. Sind dies Techniken, die in Deutschland nicht gebräuchlich sind, muss man sich in jedem Fall vor Ort die nötige Ausrüstung dazu kaufen.