12.07.2016

Mobiles Internet: Surfgeschwindigkeit mit neuem Tool der Bundesnetzagentur messen

Hält der Breitband-Anschluss, was der Anbieter verspricht? Viele Verbraucher fragen sich, ob die Anschlüsse tatsächlich so leistungsfähig sind, wie vertraglich ausgeschrieben. Die Bundesnetzagentur führt wieder Messungen durch, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Breitbands zu überprüfen.

Quelle: Screenshot Breitbandmessung.de

„Mit unserem Test haben Endkunden die Möglichkeit, eigenständig die Leistungsfähigkeit ihres breitbandigen Internetzugangs zu überprüfen. Die Breitbandmessung erlaubt es, die tatsächliche Datenübertragung des jeweiligen Breitbandanschlusses mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate zu vergleichen. Eine Messung ist dabei anbieter- und technologieunabhängig möglich“, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, den Zweck und das Vorgehen der Messungen

Unter www.breitbandmessung.de werden die Messdaten veröffentlicht. Wer mit einem mobilen Gerät selbst prüfen möchte, kann dazu eine App herunterladen, welche die Agentur eigens hat entwickeln lassen (für Android oder für iOS). Die anonymisierten Messergebnisse verschiedener Standorte werden auf einer Karte abgebildet werden, um so auch den Vergleich mehrerer Anbieter zu ermöglichen.

Die Maßnahmen der Bundesnetzagentur stehen in dem größeren Zusammenhang, mehr Transparenz auf dem Feld der Telekommunikation zu schaffen. Neue Telekommunikations-Transparenzverordnungen seien in Vorbereitung, so die Bundesnetzagentur. Dabei stimme man sich aber eng mit der Branche ab, um einen besseren Verbraucherschutz zu erreichen. Geplant werden unter anderem die Verpflichtung der Netzanbieter, ein Produktinformationsblatt zu erstellen, dem der Verbraucher übersichtlich und verständlich die wesentlichen Vertragsinhalte entnehmen kann. Die mangelnde Verständlichkeit der angebotenen Verträge, insbesondere die unklare Vertragslaufzeit, sind wesentliche Kritikpunkte an der Netzbranche.

Bei den Messkampagnen, welche die Bundesnetzagentur 2012 und 2013 durchgeführt hat, ermittelte die Bundesbehörde zwar eine Steigerung der Netzanschlüsse, die mindestens die Hälfte der vereinbarten Datenrate erreichten. Hingegen fiel der Anteil derjenigen Anschlüsse, welche tatsächlich die maximale vertragliche Datenrate auch erreichen konnte.

gl