23.09.2015

Vodafones 2G-Netz im Test

Lange Zeit war das 2G-Netz von Vodafone heillos überlastet – mobiles Surfen war via GPRS und EDGE undenkbar. Nun hat das Online-Portal teltarif.de das 2G-Netz erneut auf die Probe gestellt.

2G ermöglicht WhatsApp-Nutzung – auch tagsüber

Vor gut zwei Jahren gab es im Vodafone-Netz großflächige Probleme. Wenn LTE oder UMTS nicht zur Verfügung standen und die Nutzer demnach auf GPRS oder EDGE zurückgreifen mussten, ging gar nicht mehr. Die 2G-Netze waren so überlastet, dass erst nachts wieder eine mobile Datennutzung möglich war.

In den vergangenen Monaten hat das Online-Portal teltarif.de das 2G-Netz von Vodafone erneut stichprobenartig unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigte eine positive Tendenz: Die Tester konnten leichte Verbesserungen feststellen, sodass die mobile Datennutzung via WhatsApp zum Beispiel in der Berliner U-Bahn möglich war - sogar tagsüber, wenn viele Fahrgäste unterwegs waren.  

Kein mobiles Surf-Vergnügen mit 2G

Im Spessart, im Taunus und im Vogelsberg hat die Redaktion von teltarif.de ähnliche Ergebnisse erzielt. Dort reichte die Datenverbindung zumindest für Messaging-Dienste wie WhatsApp, Telegram oder Threema. Auch ein am Smartphone eingerichteter E-Mail-Pushdienst funktionierte – wenn auch mit leichten Einschränkungen.

Für mobiles Surfen im Internet reichte die Performance im 2G-Netz dennoch weiterhin kaum.  Selbst für Smartphones optimierte Seiten braucht der Nutzer für den Seitenaufbau eine Menge Geduld. Oftmals wurden im Test die Webseiten gar nicht aufgebaut.

LTE-Ausbau muss weiter vorangetrieben werden

„Wirklich zeitgemäß ist ein GPRS- oder EDGE-basierter Internet-Zugang im Jahr 2015 nicht mehr, so dass die Mobilfunk-Netzbetreiber gefordert sind, die LTE-Netze weiter auszubauen“, fordert teltarif.de. Doch bei Vodafone scheint der Ausbau in die Flache still zu stehen. Lediglich in den Ballungszentren wird das 4G-Netz weiter verdichtet.

Noch vor drei Jahren hat Vodafone prognostiziert, bis 2015 ein flächendeckendes LTE-Netz anzubieten. Ende 2014 war nur noch von einer Abdeckung von 90 Prozent bis Jahresende die Rede. Unterversorgte Gebiete ohne mobiles Internet wird es demnach weiterhin geben.

Autor: ES