24.02.2014

Welchen Laptop kaufen?

Wie sieht mein idealer Laptop aus? Die Fülle der Angebote ist überwältigend, die Versuchung, nach dem nächsten Sonderangebot zu greifen ist groß. Bevor man ein Notebook kauft, sollte man sich eine individuelle Checkliste machen, anhand derer man den für sich selbst optimalen Laptop auswählen kann.

Denn den idealen Laptop an sich gibt es nicht, welches Gerät das jeweils beste ist, hängt immer davon ab, was der jeweilige Nutzer mit dem Notebook machen will.

Die Preise sind stetig im Fallen, die Angebote werden technisch immer besser, da muss man nicht unbedingt auf Schnäppchenjagd gehen. Oft werden auch so genannte Notebook Bundles angeboten. Hier eine Notebook-Kaufberatung:

Der Laptop für zu Hause

Wofür brauchen Sie den Laptop – als vollwertigen PC-Ersatz, bei dem sie einen stationären Rechner samt Riesenbildschirm nicht sonderlich vermissen und den man auch ein- bis zweimal im Jahr auf Reisen mitnehmen kann? Dann sollte man sich in der Klasse ab 15- bis 16-Zoll-Bildschirme oder größer umsehen. Die Tastatur ist hinreichend groß, der Bildschirm auch. Zwar muss man ein höheres Gewicht in Kauf nehmen, aber andererseits ist alles immer noch tragbar. Und in jedem Fall sollte beim Ersatz-PC auch ein internes optisches Laufwerk mit dabei sein.

Ist er ihr Hauptcomputer sollten sie überlegen, welche Programme sie darauf ausführen. Als einfache Schreibmaschine oder Büroknecht verlangt er nicht viel Rechenkraft, doch spätestens wenn man mit einem Bildbearbeitungsprogramm ein paar Urlaubsfotos aufhübscht oder für die Firma eine Broschüre mit Fotos und Grafiken zusammenbastelt braucht es einen rechenkräftigeren Prozessor – die gängigen Produkte von Intel und AMD mit rund 2 Gigahertz Arbeitstakt und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher reichen auch dafür. Wer einen wirklich größeren Arbeitsspeicher mit über 3 Gigabyte haben will, beispielsweise für Foto- oder Videobearbeitung, der muss darauf achten, ein 64-Bit-Betriebssystem auf dem Computer zu haben – sonst nützt ihm der schöne große Arbeitsspeicher auch nichts.

Womit wir auch schon beim Bildschirm wären. Viele gängige Modelle haben einen stark spiegelnden Bildschirm der freundlich gesagt nicht für alle Lichtverhältnisse geeignet ist. Matte Bildschirme sorgen dafür, dass man nicht allzu oft die Rollläden runterlassen muss. Wichtig für die Darstellbarkeit ist auch die Auflösung, bei 15- bis 16-Zöllern sind das in der Regel 1366 × 768 Punkte. Besser wären – je nach eigener Sehschärfe und Art der Aufgaben - 1440 × 900 Bildpunkte, aber das kostet auch deutlich mehr.

Die Tastatur und den Touchpad – letzterer sollte abschaltbar sein – probiert man am besten ausgiebig bei den zum Kauf ins Auge gefassten Geräten aus. Nicht alles ist für Grobmotoriker und/oder Vieltipper geeignet, hier kann man sich auf sein Gefühl verlassen und im Zweifelsfall das Gerät nehmen, mit dem man am besten klarkommt. 

Der Laptop für unterwegs: Wie lang hält der Akku

Wer als Reisender beruflich oder privat ständig unterwegs ist und in der Bahn, im Cafe oder in Pausen zwischen Terminen schreiben will und muss, der ist manchmal dankbar um jede Stunde, die der Notebook-Akku länger durchhält. Die meisten gängigen Geräte schaffen locker fünf Stunden, die besseren Marathon-Laptops packen acht bis neun Stunden. Verlassen Sie sich bei der Akkulaufzeit nicht unbedingt auf die Angaben des Herstellers, sondern suchen Sie im Internet nach Testberichten zu den Geräten, die sie interessieren.

Wer viel unterwegs ist und dann auch viel mobil ins Internet gehen will, der kann sich bei etlichen Modellen gegen einen Aufpreis von etwa hundert Euro noch ein eingebautes UMTS-Modul gönnen. Wem das zu teuer ist, der kauft halt den etwas preiswerteren UMTS-Stick zusammen mit einem mobilen Datentarif, die günstigsten Angebote liegen derzeit etwa bei 30 bis 60 Euro. Aufpassen muss man bei WLAN - für die Hotspots oder den Anschluss an den heimischen Router - der Laptop sollte nicht den WLAN-Standard 802.11b/g haben sondern den 300 Megabit pro Sekunde schnellen N-Standard von WLAN beherrschen. 

Betriebssystem, Software und Speicherplatz

Da sind wir auch schon beim Betriebssystem. Generell sollte man sich nicht vom Verkäufer Software aufschwatzen lassen, die man nicht unbedingt braucht: Man kann seinen Laptop auch unter Windows mit freier Software wie dem Büroprogramm Open Office oder dem Fotobearbeitungs-Programm Gimp so aufrüsten, dass die Unterschiede zur gebührenpflichtigen Variante bei der täglichen Arbeit nicht zu spüren sind. 

Der Speicherplatz wird sich ganz nach dem Anwender richten, die Speicherart nach dem Geldbeutel. Sogenannte SSDs oder Flashspeicher kommen ohne feste Teile aus und sind im Vergleich zu den optischen Laufwerken konkurrenzlos schnell. Weiterer Vorteil: Wenn das gute Teil mal runterfällt oder etwas ruppig behandelt wird, entsteht zumindest am Laufwerk kein mechanischer Schaden. Großer Nachteil: die schnellen Speicher kosten einen happigen Aufpreis, will heißen mindestens fünfhundert Euros plus x. Die derzeitigen Notebooks mit optischem Laufwerk, das als Richtwert, haben 320 bis 640 Gigabyte Kapazität und übertragen Daten mit 60 Megabit pro Sekunde. 

Autor: BOE