19.02.2014

USB Stick: Internet-Stick-Kauf ohne Vertrag und ohne Tarif - so gehts

Surfsticks fürs mobile Surfen gibt es auch ganz ohne Vertrag bei Prepaid-Anbietern, klassischen Mobilfunkanbietern und im Onlinehandel. Der Vorteil: Man kann den jeweils günstigsten Tarif buchen. Außer den Netzbetreibern bieten eine Reihe von Händlern Surfsticks an, um mobil online zu gehen; auch gebrauchte Internet-Sticks sind im Angebot.

Doch wer sich dafür entscheidet, sollte einiges beachten: Hat der UMTS-Stick SIM-Lock beziehungsweise Netlock, ist der Stick also nur mit einer bestimmten SIM-Karte beziehungsweise bei einem bestimmten Netzbetreiber verwendbar? Und wie sieht es mit der Garantie und der Rückgabe bei Schäden aus? Ist der Surfstick für die Tarife, die ich buchen will geeignet? Wir geben Tipps für den Kauf. 

Hardware ohne Vertrag beim Anbieter kaufen

Wer ins mobile Internet starten möchte, bekommt von den Netzbetreibern eine Reihe von Inklusiv-Paketen angeboten: Man kauft dabei den Datentarif zusammen mit subventionierter Hardware. Der UMTS Stick ist dann konkurrenzlos günstig, aber mit dem Kauf der Hardware schließt man gleichzeitig einen Tarifvertrag mit dem Anbieter ab. Für die Dauer des Vertrags kann man günstigere Tarifangebote anderer Mobilfunkbetreiber nicht annehmen.

Daneben gibt es die Möglichkeit, Hardware und Tarif getrennt voneinander zu erwerben. Für findige Nutzer besteht die Chance, Geld zu sparen – sie können das jeweils günstigste Tarif-Angebot wahrnehmen.

Aufwändiger als die Suche nach einem passenden Tarif ohne Hardware ist das Auffinden entsprechender Internetsticks für mobiles Surfen: Werden sie ohne Vertrag verkauft, sind sie nicht nur teurer, sondern enthalten meist noch einen Sim-Lock. Dies heißt, dass dieses Datengerät nur eingeschränkt verwendet werden kann – beispielsweise nur mit Sim-Karten des jeweiligen Netzbetreibers.

Möchte man die Sim-Karte eines anderen Anbieters verwenden, muss man 24 Monate abwarten, bis man den Stick entsperren lassen kann. Wahlweise kann man vor Ablauf dieser Frist ein Zusatzentgelt für die Entsperrung zahlen. Wer also bei einem Netzbetreiber kauft, sollte vorher bei der Hotline anrufen und fragen, ob das Gerät nur eingeschränkt nutzbar ist und wenn ja, wie die Einschränkungen konkret aussehen: Ist es nur im Netz des Betreibers nutzbar? Wie viel kostet es, die Einschränkung aufzuheben? Läuft die Einschränkung automatisch irgendwann ab und wenn ja wann? 

Hardware gibt es auch bei Amazon

Nicht nur Netzbetreiber verkaufen Hardware, auch externe Händler vertreiben mobile Endgeräte. Da jedoch Amazon nicht selbst als Verkäufer fungiert, sondern lediglich den Vertrieb liefert, lohnt sich die Rückfrage beim eigentlichen Händler. Auch hier lohnt es sich beim Anbieter die oben genannten Fragen vorab zu klären.

Amazon – ursprünglich als Buchversand an den Start gegangen – bietet mittlerweile auch ein breites Spektrum an Elektronikartikeln an. Dabei bündelt es als Verkaufsplattform die Offerten vieler kleiner Händler, so dass die Produktübersicht gleichzeitig einen Preisvergleich bietet. Die Chance auf ein Schnäppchen bedeutet jedoch einen Mehraufwand an Recherche, möchte man einen Surfstick ohne Simlock ergattern.

Kaum freie Geräte bei Conrad

Der Elektronikfachhändler Conrad bietet eine Reihe von UMTS- und LTE-Surfsticks an. Diese sind größtenteils allerdings mit einem Sim-Lock versehen. Mit 4,5 Millionen Besuchern pro Monat gehört Conrad.de zu den größten deutsch Fachversandhändlern im Elektronikbereich.

Ebay: risikoreiche Schnäppchen

Eine günstige Alternative kann auch gebrauchte Hardware sein. Die erste Anlaufstelle hierfür ist Ebay. Die Online-Auktionsplattform bietet Privatverkäufern eine Plattform, um Gebrauchtware meistbietend zu versteigern. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von sogenannten Powersellern, also kleinen bis mittleren Händlern, die auch Neuware günstig über Ebay vertreiben.

Hier gibt es viele Gelegenheiten zu einem Schnäppchen, doch ist der Zeitaufwand noch höher als bei Amazon. Die Angebote werden oft nur unregelmäßig eingestellt und die Stückzahlen variieren stark. 

Doch Vorsicht ist geboten. Die Produktinformationen sind oft unvollständig oder unklar formuliert. Daher sollten einige Fragen geklärt werden, bevor man übereilt zuschlägt. Ist die Garantie schon abgelaufen? Ist das Gerät wirklich ohne Sim-Lock? In welchem Zustand befindet es sich? Sind diese Fragen geklärt, sollte man außerdem ein Auge auf die Bewertungen der Verkäufer werfen. Da man per Vorkasse zahlt, ist es ratsam, die Seriosität eines Verkäufers auf diese Weise zu überprüfen.

Autor: MN