23.09.2011

LTE bei Vodafone mit der LTE Turbobox plus Easy-Box 803

Wer sich für Vodafones stationäres LTE-Internet interessiert und die nötige Hardware braucht, bekommt gleich zwei Geräte: Die LTE Turbobox plus Easy-Box 803.

Die LTE Turbobox ist ein reines LTE-Modem, das heißt sie wandelt die LTE-Funksignale um in elektronische Datenströme und leitet diese per Leitung an die Easy-Box weiter. Die Easy-Box ist ein WLAN-Router, der das drahtlose Funknetz für die heimischen Rechner aufbaut und die von der Turbobox empfangenen Daten per Drahtleitung oder WLAN an die angeschlossenen Rechner weiterschickt. Außerdem wird über die Easy-Box der Telefonanschluss bereitgestellt.    

Die Turbobox LG FM300

Die LTE Turbobox wird vom südkoreanischen Hersteller LG Electronics produziert und trägt dort die Modellbezeichnung FM300. Sie sendet und empfängt Daten per LTE-Funk auf der 800-Megahertz-Frequenz und nutzt einen Funkkanal von 10 Megahertz. Sie hat eine dreifarbige LED-Leuchte, welche die Signalstärke anzeigt und einen seitlichen Einschub für die LTE-Sim-Karte. In Vodafone-Netzen bietet sie maximal 50 Megabyte pro Sekunde (Mbit/s) beim Herunterladen von Daten und 10 Mbit/s beim Senden eigener Daten über das Internet.  

Dazu kommen zwei Antennen für den Empfang mit der 2x2-Mimo-Antennentechnik, die bei LTE verwendet wird. Ist das Signal nicht wirklich gut, können diese gegen eine entsprechende externe Antenne umgetauscht werden, die man bei Bedarf auch im Freien installieren kann. Solche LTE-Antennen gibt es in darauf spezialisierten Internet-Läden. Es muss auch hier eine 2x2-Mimo-LTE-Antenne verwendet werden, einfache Antennen werden nicht weiter helfen.

Die Turbobox wird per Kabel mit dem entsprechenden LAN-Anschluss der Easybox 803 verbunden. Verwaltet wird sie per Internet – allerdings nicht direkt, sondern über den Zugang der Easybox.    

Die Easybox 803: WLAN-Router und Telefonanlage

Die Vodafone Easybox 803 ist von Haus aus ein DSL-WLAN-Router, also ein Gerät das ursprünglich für den Einsatz an DSL-Kabelanschlüssen vorgesehen ist. Die Easybox wird nun durch das vorgeschaltete LTE-Modem – die LTE Turbobox – auch bei LTE-Anschlüssen verwendet.

Das Gerät hat Anschlüsse für 3 analoge und bis zu 8 ISDN-Telefonen. Es gibt drei TAE-Anschlüsse für zwei analoge Telefone und einen Anrufbeantworter/Fax. Über den ISDN-Anschluss (S0 Bus) können bis zu acht ISDN-Telefone oder eine ISDN-Telefonanlage betrieben werden. Der Router unterstützt Internettelefonie (VoIP).  

Dazu kommen 3 USB-Anschlüsse, zwei für die schnelle Datenübertragung im heimischen Netz, der dritte kann von einem Surfstick genutzt werden.  Es gibt außerdem vier Buchsen, an denen man heimische Rechner wie PC oder Laptop per Kabel mit der Easybox verbindet.  

Den WLAN-Nahfunk gibt es in den Ausgaben IEE 802.11n, b und g, dazu kommen die Verschlüsselungstechniken 256-Bit-WEP sowie WPA  und WPA2, die für sicheren Datenverkehr sorgen.    

Zwei Geräte und ein paar Leitungen mehr

Das stationäre LTE von Vodafone für Internet plus Telefon bietet zwei Geräte und ein paar Kabel mehr als üblich. Wem das zu viel ist, der kann sich auf dem freien Markt einen LTE-WLAN-Router kaufen, der eine integrierte Telefonanlage hat und die LTE-Funksignale direkt empfängt. Angeboten wird ein solches Gerät von der Berliner AVM mit ihrer LTE Fritzbox.      

Autor: ET