Mit dem Surfstick ins Ausland

Wenn Sie Ihren Surfstick im Ausland nutzen wollen, sei es im Urlaub oder auf einer Geschäftsreise, sollten Sie zuerst einige technische Fragen abklären. Denn der internationale Einsatz ihres deutschen Surfsticks ist nicht immer möglich: Erstens verwenden die Mobilfunkbetreiber in anderen Ländern andere Mobilfunktechniken.

Und selbst wenn sie die gleichen Mobilfunktechniken wie in Deutschland verwenden, werden diese oft auf anderen Frequenzen eingesetzt, das heißt sie funken mit einer anderen Wellenlänge.

Es gibt Surfsticks für Globetrotter, die in den meisten Ländern in irgendeinem Mobilfunknetz genutzt werden können. Doch es  gibt keinen Surfstick, der in allen Ländern und allen Netzen funktioniert.

Weltweit werden verschiedene Datenfunktechniken genutzt

In Deutschland gibt es derzeit die Mobilfunktechnik GSM, die mit der Datenfunktechnik GPRS und EGDE aufgerüstet wurde, dazu UMTS mit den Erweiterungstechniken HSDPA  HSUPA und HSPA+ sowie LTE.

GSM ist weltweit verbreitet, sind die Erweiterungen  und GPRS und EDGE verfügbar, kann man solche Netze für einen Internetzugang nutzen.

Für die Netze der dritten Generation – also das was bei uns UMTS-Netze sind – wurden in anderen Ländern andere Mobilfunktechniken verwendet. Auf dem amerikanischen Kontinent ist CDMA2000 weit verbreitet,  eine Entwicklung dieses Standards wird oft mit dem Kürzel EV-DO bezeichnet. In Europa gibt es diese Technik in einigen Ländern beispielweise in Tschechien oder Russland. Eine weitere in den USA angewandte Technik ist Wimax, auch diese wird beispielsweise in den USA und Russland aber auch in asiatischen Ländern eingesetzt. Darüber hinaus gibt es in China eine UMTS-Variante, das sogenannte UMTS-TDD, die mit dem europäischen UMTS nicht kompatibel ist.

In der Regel gibt es in den Ländern, die ein Mobilfunknetz der dritten Generation aufgebaut haben, auch Betreiber, welche die in Deutschland angewendete Technik UMTS nutzen. Wenn Sie Pech haben, ist – beispielsweis ein Russland – vor Ort aber nur ein Netz vorhanden, dass in einer Technik wie Wimax funkt, die Ihr Stick nicht beherrscht. Dann können Sie nur per WLAN online gehen, oder Sie müssen sich den Surfstick des lokalen Anbieters kaufen.

Auch die Frequenzen sind je nach Land unterschiedlich

Dummerweise werden weltweit nicht nur unterschiedliche Techniken, sondern auch unterschiedliche Wellenlängen beim Datenfunk genutzt. Sie sollten sich vor der Reise also nicht nur nach den Funktechniken, sondern auch nach den Frequenzen erkundigen, die am Zielort verwendet werden.

Recht einfach ist es, wenn Sie sich beim Surfen mit den vorhandenen GSM-Netzen begnügen: Idealerweise hat Ihr Stick für GSM-Netze vier Frequenzen –  nämlich 850, 900,  1800 und 1900 Megahertz – an Bord. Damit können Sie per EDGE oder GPRS – wenn auch langsam – in vielen Ländern surfen, auch solchen in denen es noch kein UMTS gibt, oder in denen UMTS nicht breit ausgebaut ist.

Für schnelleres Surfen in UMTS-Netzen sollten möglichst viele dieser Frequenzen bereit stehen: 850, 900, 1900  und 2100 Megahertz. Wenn Sie nur in Europa unterwegs sind, reichen hier 900 und 2100 Megahertz, für Übersee wären 850 Megahertz gut.

Surfsticks für Globetrotter

Wenn Sie den idealen Surfstick für Globetrotter kaufen wollen, dann sollte er für GSM mit GPRS und EDGE die vier Funkfrequenzen an Bord haben, die vier oben genannten Frequenzen werden mittlerweile von vielen Sticks angeboten. Bei UMTS sollten zumindest zwei der oben genannten Frequenzen an Bord – welche hängt davon ab, wohin Sie reisen.

Eine Alternative sind mobile Router für globale Surfer, hier gibt es die meisten Frequenzen und Funktechniken –  die Router haben einfach mehr Platz im Gehäuse und können so mehr  Technik unterbringen.

Autor: MN