Antennen im Stick, Antennen für den Stick

Ein Surfstick ist eine kleine Sendestation, die Daten per Funk übermittelt – der Stick sendet und empfängt. Dazu braucht er, wie jede Funkstation Antennen. Diese sind im Surfstick eingebaut. Viele Surfsticks haben darüber hinaus noch einen externen Antennen-Anschluss, hier kann man eine weitere Antenne installieren, um einen schwachen Empfang deutlich zu verbessern.

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Wir geben Ihnen Tipps, wie sie den Empfang mittels Antennen verbessern können und worauf Sie dabei achten sollten.

Interne Antennen

Die interne Antenne kann eine einfache Antenne sein. Bei UMTS-Sticks und LTE-Sticks werden, um einen besseren Empfang zu sichern, oft zwei physikalisch voneinander unabhängige Antennen für den Empfang von Daten eingesetzt. Der gebräuchliche englische technische Ausdruck dafür ist diversity. Er kommt oft vor in Zusammensetzungen wie Receive diversity (Rx), Antenna diversity oder einfach diversity. Mitunter wird für Mehrfachantennen auch das Kürzel MIMO gebraucht. Jeder Stick der diese Bezeichnung aufweist, hat mindestens zwei Antennen an Bord, die voneinander unabhängig die Funksignale auffangen und so einen besseren Empfang sichern.

Diese zwei Antennen werden auf den Funkfrequenzen eingesetzt, welche UMTS und die Datenbeschleunigungstechniken aus der HSPA-Familie nutzen oder auf den LTE-Freqenzen.

Unser Tipp: Wenn Ihr Stick Empfang beim Datenfunk chronisch schwach ist, kann dies vielerlei Ursachen haben. Eine Möglichkeit: Ihr Stick hat keine Mehrfach-Antennen-Technik.  Womöglich hilft es, wenn Sie es mit einem entsprechend gerüsteten Stick versuchen.

Das USB-Verlängerungskabel

Wenn  auch dies nicht weiter hilft, können Sie den Stick erst einmal mit einem USB-Verlängerungskabel an den mobilen Rechner anschließen. Das kostet nicht viel und bringt oft eine merkliche Verbesserung des Signals. Gehen Sie einfach wie folgt vor: Sie können den Verbindungsmanager von MWconn http://mwconn.net/index.html herunterladen, er zeigt die Signalstärke sehr genau an. Sie können auch den Verbindungsmanager des Surfsticks nutzen, und die Signalstärke dort ablesen. Schließen Sie den Stick erst normal an und schauen Sie, welche Signalstärke angezeigt wird. Versuchen Sie es dann mit dem USB-Verlängerungskabel und prüfen Sie erneut die Signalstärke. In Gebäuden werden Sie die besten Werte erzielen, wenn Sie den so verlängerten Stick möglichst nahe an einem Fenster platzieren, das in Richtung Mobilfunkmast liegt. Berichten im Internet zufolge erzielt man auch gute Ergebnisse mit einem USB-Verlängerungskabel, an das ein weiteres USB-Kabel mit einem Verstärker (Repeater) angeschlossen ist.

Unser Tipp: Das USB-Verlängerungskabel ist erst einmal die preisgünstigste Lösung. Man kann damit auch vergleichsweise ordentliche Funksignale noch ein Stück aufbessern. Es ist für alle Mobilsurfer empfehlenswert.  

Externe Antennen

Viele Surfsticks bieten einen externen Antennenanschluss. Hier kann man eine Außenantenne anschließen, welche die Signale noch einmal verstärken sollte. Solche Antennen gibt es in  Internetläden und Nutzerberichten zufolge bringen sie auch einen besseren Empfang.   Das ist die gute Nachricht.

Die erste schlechte Nachricht: Die verschiedenen Surfsticks verwenden unterschiedliche Anschlussbuchsen. Sie können also nicht einfach eine Antenne kaufen und hoffen, dass Sie diese dann einfach einstöpseln.  Die zweite schlechte Nachricht: Bei einigen Sticks – beispielsweise von Huawei - ist der externe Antennenanschluss nicht nutzbar. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie beim Sticklieferanten – das verlangt einiges an Hartnäckigkeit, am besten Sie fordern ein Gespräch mit einem technisch kompetenten Mitarbeiter. Oder Sie erkundigen sich bei Antennenfachhändlern.

In der Regel gibt es beim Kauf von externen Antennen zwei Lösungen: Erstens Sie kaufen eine Komplettlösung (Antenne plus Kabel plus Adapter) der ausdrücklich für Ihren Surfstick angeboten wird - dann werden die richtigen Stecker mitgeliefert.

Oder zweitens Sie kaufen Antenne und Antennenkabel plus Adapter auf eigene Faust. Dazu sollten Sie aber wissen, welche Buchse genau ihr externer Antennenanschluss am Surfstick hat. Nun müssen Sie nur noch das passende Verbindungsstück finden. Diese Verbindungsstücke nennt man Pigtail (deutsch Schweineschwanz). Sie bestehen aus einem sehr kurzen Kabel (um die Verluste an Signalstärke gering zu halten) und zwei Steckern – der eine stellt die Verbindung her zum Koaxialkabel der Antenne, der zweite passt in die Antennenbuchse ihres Surfsticks. Die bei Surfsticks gängigsten Stecker, die zu den entsprechenden Buchsen passen sind: CRC9, CRC9-2, und TS-9.

Es gibt sehr kühne und technisch sehr versierte Zeitgenossen, die auch schon den Surfstick zerlegten, die interne Antenne ausbauten und sich eine externe Antenne gebastelt haben, obwohl dafür kein Anschluss vorgesehen war.

Unser Tipp: Statt selbst zu basteln, gönnen Sie sich lieber ein Komplettangebot, das auf Ihren Surfstick zugeschnitten ist. In jedem Fall sollten Sie es vermeiden den Surfstick zu öffnen und an ihm herumzubohren, um sich einen externen Antennenanschluss zu legen – ist der Stick dann Schrott ist die Garantie hinüber. Es gibt im Internet Spezialläden, welche die Nachrüstung von Sticks übernehmen – und die wissen, was man aufrüsten kann und was nicht.